Geschichte

Den ersten urkundlichen Beleg findet man 1250 im Speyerer Nekrologienbuch als Arbotsheim. Zeitweise gehörte der Ort in der Folgezeit zum Kämmerlehen der Leininger. Arzheim gehörte zur Herrschaft der Madenburg, bei der bis Mitte des 14. Jahrhunderts die Speyerer Fürstbischöfe die Besitznachfolge antraten und diese bis Ende des 18. Jahrhunderts innehatten, jedoch war die Gemeinde bereits 1765 unter französischer Souveränität.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Artzheim – so die damalige Schreibweise – in den Kanton Landau eingegliedert. 1814 hatte der Ort insgesamt 923 Einwohner. Von 1818 bis 1862 war der Ort – weiterhin als Bestandteils des Kantons Landau – Bestandteil des Landkommissariat Landau, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. 1832 stellten Teilnehmer des Hambacher Festes aus dem Ort nach der Rückkehr von diesem in Arzheim einen Freiheitsbaum auf.

1939 wurde der Ort in den Landkreis Landau eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Arzheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern. Lediglich drei Jahre später, am 22. April 1972, wurde er bereits in die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz eingemeindet.[2]

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